Wir haben einen Vater! Der US-Amerikaner und Peruaner Robert Francis Prevost gilt als heftiger TRUMP-Kritiker. Frauen wird er aber wohl keine größere Rolle in der Kirche einräumen...
Bild: By Edgar Beltrán / The Pillar - https://x.com/edgarjbb_/status/1920590815472108021, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=164981240
Unterschrift vor der Papstwahl
Am 8. Mai 2025 wurde Prevost am zweiten Tag des Konklaves im vierten Wahlgang zum Papst gewählt, er nahm den Papstnamen Leo XIV. an. Etwa eine Stunde nach der Wahl verkündete KardinalprotodiakonDominique Mamberti den neuen Papst der Öffentlichkeit auf der Benediktionsloggia des Petersdoms. Leo XIV. erschien danach auf dem Balkon, um die versammelte Menge zu begrüßen, seine erste Ansprache zu halten und seinen ersten Segen zu spenden.[20] Dabei trug er die päpstliche Sommermozzetta aus rotem Seidenkamelott und die Stola des Neugewählten, die im Raum der Tränen bereitgelegen hatten;[21] sein Vorgänger hatte die hermelinverbrämte Wintermozzetta aus rotem Samt seinerzeit abgelehnt[22] und die Stola erst zur Segenshandlung umgelegt.[23] Papst Leo rief in seiner ersten Ansprache zum Brückenbauen und zum Frieden auf.[24]
Positionen
Leo XIV. sprach sich wie Papst Franziskus wiederholt für entschiedenes Handeln gegen den menschengemachten Klimawandel aus (siehe auch Laudato si’).[25] Er rief die Kirche dazu auf, größere Anstrengungen gegen die Zerstörung der Erde zu unternehmen. Die Beherrschung der Welt dürfe nicht „tyrannisch“ werden.[26][27]
2023 äußerte er sich bei der Weltsynode zur Synodalität mit Bezug auf die Frauenordination skeptisch und meinte, dass sie „nicht unbedingt ein Problem löst, sondern vielleicht ein neues Problem schafft“.[28]
Prevost vertrat bei einer Ansprache im Jahr 2012 die Auffassung, dass die westlichen Massenmedien „außerordentlich effektiv“ darin seien, Sympathien für Lebensstile und Überzeugungen hervorzurufen, die der Botschaft der Bibel widersprächen. Als Beispiele nannte er den „homosexuellen Lebensstil“, Abtreibung und Sterbehilfe. Insbesondere lehnte er positive oder sympathisierende Darstellungen von Regenbogenfamilien in Film und Fernsehen ab.[29][30] Am Vortag seiner Wahl schrieb die Neue Zürcher Zeitung, er gelte als „pragmatischer Mann der Mitte und als Vermittler zwischen den Welten des amerikanischen Katholizismus“.[31]Zeit Online beschrieb Leo XIV. als „so weit ‚links‘, […] so liberal, dass bis zuletzt kaum ein Vatikanist glaubte, das Kardinalskollegium könnte sich auf einen wie ihn einigen“.[32]
Prevost kritisierte auf X mehrmals die Regierung Trump. In einigen seiner Beiträge zeigte er Sympathien mit Flüchtlingen sowie mit George Floyd.[33][34]
Wahlspruch
Der bischöfliche Wahlspruch ist einer Predigt des hl. Augustinus (Enarrationes in Psalmos 127,3) entnommen: „nos multi in illo uno unum“[35] (sinngemäß: ‚In jenem einen (Christus) sind wir vielen eins‘ oder ‚In dem einen Christus sind wir eins‘[36]). Dieses Augustinuszitat wurde zu „in illo uno unum“ verkürzt.[1]
Mitgliedschaften
Vor seiner Wahl zum Papst war er Mitglied der folgenden Dikasterien der Römischen Kirche:[37][38]
Biografische Notiz zu Kardinal Prevost In: Presseamt des Heiligen Stuhls: Documentation – The College of Cardinals (englisch) (auch italienisch und spanisch)