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>> EWS – Elektrizitätswerke Schönau GmbH – DIE deutschen Ökostrom-Pioniere!

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EXTREM inspirierender und aufschlussreicher Film über die Entstehung der EWS online und auf kostenloser DVD verfügbar!

Dieser Film ist auf der EWS-Website kostenlos als DVD beziehbar!

Die Elektrizitätswerke Schönau Vertriebs GmbH (EWS) sind ein Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Schönau im Schwarzwald. Das Unternehmen, das aus der Anti-AKW-Bewegung hervorgegangen ist, betreibt das örtliche Stromnetz und vertreibt in ganz Deutschland Ökostrom, wobei es für eine klimafreundliche und atomstromlose Energieversorgung eintritt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) sind unter Beteiligung von Michael und Ursula Sladek aus einer Bürgerinitiative hervorgegangen, die nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 selbst aktiv eine ökologische Energieversorgung realisieren wollte.[2] Anfangs wurden Energiesparwettbewerbe und Informationsveranstaltungen vor Ort organisiert und eine Tschernobyl-Kinderhilfe aufgebaut. Die Mitglieder der Bürgerbewegung hielten Stromsparberatungen ab, veröffentlichten Energiespartipps, schrieben Stromsparwettbewerbe aus, reaktivierten kleine Wasserkraftanlagen und unterstützten Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekte. Die Kabarettgruppe der Energie-Initiative Wattkiller ging in der Region auf Tournee. Die Schönauer Energieinitiativen (Eltern für atomfreie Zukunft, Netzkauf, Förderverein umweltfreundliche Stromerzeugung und Stromverteilung, Kraft-Wärme Schönau und Elektrizitätswerke Schönau) wurden in der Presse unter dem Namen Stromrebellen bekannt.[3]

Die Übernahme des Stromnetzes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da der damalige Strommonopolist Kraftübertragungswerke Rheinfelden (KWR, heute Energiedienst Holding) sich nicht an den ökologischen Ideen beteiligen wollte, beschlossen die Bürger, den auslaufenden Konzessionsvertrag der Stadt Schönau im Schwarzwald zu nutzen und selbst dem Gemeinderat ein Angebot vorzulegen. Als dieser ablehnte, wurde ein Bürgerentscheid (1991) zur Übernahme des Stromnetzes beantragt, den die Bürgerinitiative für sich gewinnen konnte.

Ein 1996 von der Gegenseite eingereichtes Bürgerbegehren wurde mit Unterstützung von zahlreichen Bürgerinitiativen, Fachleuten und Prominenten abgewiesen. Der Kauf des Stromnetzes wurde durch das Engagement von 750 Privatpersonen und die bundesweite Spendenkampagne Ich bin ein Störfall realisiert.

Anti-Atom-Kampagne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Debatte um den Atomausstieg initiierten die Elektrizitätswerke Schönau im Juli 2009 unterstützt von zahlreichen Umweltverbänden und Bürgerinitiativen die Aktion „Wrack ab!“.[4]

Eigentümer Netzkauf EWS eG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alleiniger Eigentümer der Elektrizitätswerke Schönau war bis Ende 2009 die Netzkauf GbR mit 650 Gesellschaftern aus Schönau im Schwarzwald und dem Bundesgebiet, die 1991 gegründet wurde, um das Stromnetz in Schönau im Schwarzwald zu erwerben. Ende November 2009 wurden die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) in eine eingetragene Genossenschaft (eG) namens Netzkauf EWS eG überführt.[5] Die Gesellschafteranteile wurden dabei in Genossenschaftsanteile überführt. Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder beträgt 4795 (Stand 12/2015).[6] Am 1. Juli 2016 wurde durch die Generalversammlung die Umfirmierung von “Netzkauf EWS eG” in “EWS Elektrizitätswerke Schönau eG” beschlossen.[7]

Dividendenentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschäftsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Netzbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Elektrizitätswerke Schönau betreiben seit 1997 das elektrische Ortsnetz der Stadt Schönau im Schwarzwald. Durch regulatorische Vorgaben ist der Netzbetrieb inzwischen in einer eigenständigen Gesellschaft namens Elektrizitätswerke Schönau Netze GmbH mit folgenden Netzgebiet Stand 2014:[13]

  • Schönau im Schwarzwald
  • Bamlach
  • Wembach
  • Schönenberg
  • Tunau
  • Fröhnd
  • Böllen
  • Wieden
  • Aitern
  • Utzenfeld

Das Unternehmen hat sich zur Einhaltung folgender Leitlinien verpflichtet:

Stromhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zeitpunkt der Liberalisierung des Stromhandels 1999 begannen die EWS, bundesweit Ökostrom anzubieten. Ihr damaliger Kundenstamm bestand aus den 1.700 Haushalten im eigenen Schönauer Netzgebiet.

Der Strom der Elektrizitätswerke Schönau stammt aus Wasserkraft (Neuanlagen, die bei Versorgungsaufnahme nicht älter als sechs Jahre sind) und hocheffizienten klimaschonenden Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, die alle keinerlei Kapitalbeteiligung von Atomkraftwerksbetreibern oder deren Tochterunternehmen haben. Dies wird jährlich von TÜV Nord geprüft und zertifiziert.

Energieträgermix[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Information zum Strommix gemäß § 42 Energiewirtschaftsgesetz vom 7. Juli 2005, geändert 2011:

Individuelle Stromkennzeichnung 2014 Bundesweiter Durchschnitt Elektrizitätswerke Schönau Vertriebs GmbH[14]
Atomenergie 16,8 % 0
Kohle 45,5 % 0
Erdgas 6,7 % 0
sonstige fossile Energieträger 3,1 % 0
Erneuerbare Energien gefördert nach EEG 24,6 % 37,7 %
sonstige Erneuerbare Energien 3,3 % 62,3 % (davon 74 % aus Neuanlagen)
CO2-Emissionen (g/kWh) 508 0
Radioaktiver Abfall (µg/kWh) 500 0

Quelle: Internetauftritt EWS Schönau

EWS-Förderprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Förderprogramm Sonnencent mit einem im Stromtarif enthaltenen Förderbeitrag für ökologische Stromerzeugungsanlagen sind bisher 1.750 Solarenergie-, Kraft-Wärme-Kopplungs-, Wasserkraft- und Biogasanlagen (Stand Januar 2011) in Bürgerhand entstanden.[15]

Kundenzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 30. August 2001: mehr als 15.000 [16]
  • 26. Februar 2003: 18.000 [17]
  • 5. März 2004: ca. 23.000 [18]
  • 15. Juli 2005: ca. 30.000 [19]
  • 14. Juni 2006: 35.000 [20]
  • 1. Juli 2007: 50.000 [21]
  • 29. September 2008: rund 75.000 [22]
  • 1. Juli 2009: etwa 85.000 [23]
  • 12. Dezember 2010: 100.000 [24]
  • 10. Februar 2012: mehr als 125.000 [25]
  • 30. April 2012: mehr als 130.000 [26]
  • September 2012: mehr als 135.000 [27]
  • Juli 2014: rund 150 000 Privathaushalte, Gewerbebetriebe und Industrie-Unternehmen [28]
  • 31. Dezember 2015: mehr als 160.000[1]

Gashandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 2010 bietet EWS auch die Lieferung von Gas an. Zunächst gab es das Angebot nur für Kunden aus Bayern und Baden-Württemberg, seit 1. März 2015 auch bundesweit. Derzeit werden mehr als 11.000 Kunden beliefert (Stand 12/2015).[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Arbeit der Schönauer Energieinitiativen wurde mit zahlreichen Preisen bedacht:

Die Mitbegründer der Schönauer Energieinitiativen Ursula und Michael Sladek wurden 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Von der Stiftung Warentest wurde EWS Schönau als einer von vier unabhängigen Ökostromanbietern in Deutschland bezeichnet, das Ergebnis der Untersuchung wurde im Februar 2012 veröffentlicht.[38] Im Ökotest-Vergleich der Ökostromtarife schneidet der EWS-Strom im Mai 2011 mit einem der Spitzenplätze ab (1. Rang).[39]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 erschien der Film Das Schönauer Gefühl [40], produziert vom Förderverein für umweltfreundliche Stromverteilung und Energieerzeugung Schönau im Schwarzwald e.V. (FuSS e.V.). Der Film beschäftigt sich mit der Geschichte der Schönauer Initiative.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Patrick Graichen: Kommunale Energiepolitik und die Umweltbewegung – Eine Public-Choice-Analyse der »Stromrebellen« von Schönau. Campus-Verlag, Frankfurt/New York 2003, ISBN 3-593-37352-1.
  • Hartmut Graßl: Wetterwende – Vision: Globaler Klimaschutz – „Die Stromrebellen von Schönau“. Campus-Verlag, Frankfurt/New York 1999, ISBN 3-593-36035-7, S. 152 f.
  • Bernward Janzing: Baden unter Strom. doldverlag, Vöhrenbach 2002, ISBN 3-927677-27-2, S. 272 f.
  • Bernward Janzing (Hrsg.): Störfall mit Charme. doldverlag, Vöhrenbach 2008, ISBN 3-927677-56-6.
  • Stephan Rotthaus: Grüne Geldanlagen. Falken-Verlag, Niedernhausen/Taunus 2001, ISBN 3-8068-2772-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Achim Rhein – 22. Januar 2017 – Keine Kommentare
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